Meine bisherigen Besuche von Lanzarote waren immer schon geprägt von kleinen wie auch großen Wandertouren. Wer nun denkt, die Lavainsel Lanzarote biete neben dem Timanfaya-Nationalpark, der Weinregion La Geria und den Spuren von César Manrique kein abwechslungsreiche Wandermöglichkeiten, der lasse sich hier von meinem Wanderbericht für den nächsten Besuch zu einer sehr schönen Wanderung anregen.

Klar ist, dass es auf Lanzarote kein ausgebautes Wandernetz gibt. Man kann jedoch ohne weiteres einfach drauf los laufen und sich an den Wandervorschlägen der Reiseführer orientieren oder sich von seinen Vermietern für die eine oder andere Tour inspirieren lassen.
So haben Julia und Mirco mir eine kleine Wanderung von Guatiza Kaktusgarten Mühle

über Charco del Palo entlang der Küste nach Arrieta empfohlen – und auch gleich den passenden Fahrdienst dazu geliefert.

Nachdem ich mein Auto in Arrieta am Strand geparkt hatte, nahm mich mein „Fahrdienst“ mit nach Guatiza zum Kaktuskarten – eine sehr sehenswerte Anlage von César Manrique mit einer Vielzahl an Kaktusarten aus der ganzen Welt. Die Windmühle ist weithin sichtbar. Küstenlandschaft im Norden Lanzarotes

Hinter dem Kaktusgarten halte ich mich links und suche mir den Weg in Richtung Meer. Meine Wanderung führt mich vorbei an den Kaktusfeldern, auf denen die Cochenille-Läuse gezüchtet werden. Sehr bald habe ich einen Blick auf das Meer, das mich ab da meine ganze Wanderung über begleiten wird. Die Wanderstrecke führt durch eine Felder-Landschaft, die zum Großteil nicht mehr bewirtschaftet wird. Im Hintergrund sehe ich das Etappenziel Charco del Palo. Der Weg ist sehr klar zu erkennen.

Zu dem Ort Charco del Palo sei gesagt, dass sich dort seit Jahrzehnten die Anhänger der Freikörperkultur wohl fühlen, was insbesondere den vielen Naturschwimmbecken im Meer zu verdanken ist. Ich halte mich ans Meer und suche mir den Weg dorthin. Dabei begegne ich auch mehreren Tauchergruppen, die hier ihren Weg ins Wasser gehen.

FelderwirtschaftNach Charco del Palo ähnelt die Landschaft entlang der Küste einer Dünenlandschaft. Der helle Sand mischt sich mit dem Lavagestein. Dank der vielen Naturschwimmbecken kann man hier den Pfaden in den Dünen folgen und hat einen tollen Blick auf die Küste und das Meer.  SanddünenAn einer sehr flachen Küstenstelle zieht es mich in Richtung Meer. Man kann hier hören und sehen mit welcher Kraft das Meer gegen die Küste schlägt. Die Lava ist hier direkt ins Meer geflossen und hat eine interessante Lavalandschaft hinterlassen.

Mein Weg führt mich immer weiter an der Küste entlang. Manchmal suche ich mir meinen Weg, wobei mir die vereinzelt stehenden Fischer an den Klippen helfen, mich zu orientieren.
Die Landschaft wandelt sich erneut, von der hellen Sanddünenlandschaft hin zu einer schwarzen Lavalandschaft und bietet eindrucksvolle Blicke auf die Küstenlandschaft.
In einiger Entfernung kann man bereits die weißen Häuser von Arrieta erkennen, mein Ziel.

Die Wanderung kann mit einigen Fotostopps in etwa 3 Stunden sehr entspannt gelaufen werden und bietet keine nennenswerten Höhenunterschiede. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Wanderung entlang der Küste – eine Genießer-Tour – die mich mehrere Male innehalten lässt. Ganz klar eine Wanderung, die man wieder gehen muss!
Vielen Dank an Julia und Mirco für die Inspiration zu dieser Tour.