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Wandern auf Lanzarote, neue Aussichten im Norden

Als Wiederholungstäterin von Lanzarote-Individual und begeisterte Insel-Besucherin gibt es selbst nach vielen Besuchen immer noch Einiges auf der Insel zu entdecken. Einige Stellen und auch Wanderungen gehören zum Pflichtprogramm, wie zum Beispiel der Besuch der Playa de Famara, der Aufstieg zum Vulkan Monte Corona, der Küstenabschnitt zwischen Playa Quemada und Puerto del Carmen im Süden oder auch der Besuch vom Femés mit Aussicht auf Playa Blanca.

Bei meinem letzten zwei-wöchigen Urlaub kamen neue Touren auf die Liste der besonders sehenswerten: der Besuch von La Graciosa (da hatte mich die Bootsfahrt immer abgehalten), eine wunderschöne Tour und jedem zu empfehlen. Auch die Küstentour bei Guinate sowie die im Folgenden beschriebene Wanderung um den Krater Los Helechos haben mich begeistert und werden beim nächsten Besuch wiederholt.

Zu Beginn sei erwähnt, dass bei starkem Wind die Tour nicht zu empfehlen ist. Auch eine gewisse Trittsicherheit sollte man haben, da man sonst die Aussicht nicht genießen kann. Es ist keine besonders lange Tour, aber eine sehr schöne mit neuen Eindrücken vom dritthöchsten Vulkankrater im Norden.

Piste von Maquez nach Lomo de Gayo

Um die Wanderung um den Krater Los Helechos zu starten gibt es mehrere Einstiegsmöglichkeiten. Ich wähle den Weg über Máguez. Im Ort selbst geht es ein kleines Sträßchen (Calle la Caldera) in Richtung Westen ab, das aufwärts auf die Hochebene Los Lomos de Gayo führt, dem ich folge.

Bei einem kleinen runden Haus stelle ich das Auto ab und folge dem Weg, der rechts neben dem Haus vorbei führt. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, da es keinen anderen Weg gibt und das Ziel direkt vor mir vorliegt. Es eröffnen sich neue Aussichten auf die Ebene bei Guinate mit Blick auf La Graciosa.

Blick auf la Graciosa
Blick auf la Graciosa
Ein Vulkankrater mit Anbaufläche
Anbaufläche in einem Vulkankrater

Ich folge dem Weg und halte mich beim Aufstieg zum Kraterrand des Los Helechos rechts. Sehr schnell habe ich einen Einblick in den Krater und entdecke dort Terrassen, die früher wohl landwirtschaftlich genutzt wurden.

Nach wenigen Minuten erreiche ich dann den Gipfel des Los Helechos und kann die Rundum-Sicht genießen. In Richtung Norden kann man bis zum Mirador del Rio und La Graciosa sehen.

Auf der anderen Seite des Kraters, in Richtung Süd-Osten, gibt es eine tolle Aussicht auf Máguez, Haria und die Küste rund um Arrieta.

Die Aussicht muss ich in vollen Zügen genießen, gibt sie doch ganz neue Eindrücke von den Landstrichen wieder, die ich meine zu kennen. Es folgt dann der Abstieg, der etwas Trittsicherheit erfordert. Man hat aber mit jedem Schritt wieder eine tolle Aussicht in Richtung Norden.

Der Weg, es gibt nur diesen einen, führt dann weiter um den Kraterrand herum und mündet schlussendlich wieder an dem Punkt, an dem ich mich rechts abgewandt habe, um den Krater zu umrunden.

Aussichtspunk  los Helechos
Aussichtspunk los Helechos

Mit ganz viel Zeit, um die tolle Aussicht zu genießen, kann die Tour entspannt in 2 Stunden gelaufen werden. Die Höhenunterschiede sind gut zu meistern, beim Abstieg am Kraterrand muss man etwas aufpassen. Diese schöne Tour muss man einfach mal gemacht haben, blöd dass ich da vorher nie drauf kam. Man kann die Wanderung auch super mit der Wanderung zum Katerrand des Monte Corona kombinieren und so eine Vulkan-Tagestour im Norden machen.

Zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an Julia und Mirco mit Elias von Lanzarote Individual. Es war wieder ein sehr schöner Urlaub bei Euch und in Eurem Ferienhaus auf Lanzarote. Auch nochmal eine Dankeschön für den Ausflug auf die Insel La Graciosa und dass ich mit den Maracujas auf Tuchfühlung gehen durfte…